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08.03.2010 -
Warnung vor gespaltenem Schweinemarkt
Im Zuge der auch in Deutschland aufkommenden Ebermast werden Warnungen vor einem in männliche und weibliche Tiere gespaltenen Schlachtschweinemarkt lauter.
Die Übernahme der Ebermast bringe eine Revolution der bestehenden Verhältnisse mit sich, erklärte der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft für Ferkel und Schlachtvieh in Oberschwaben im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW), Peter Huber. In der Alternative zur Ferkelkastration sähen viele Mäster eine Reihe von Vorteilen, zunächst mit gutem Recht. So verbesserten sich bei der Ebermast wichtige Leistungsmerkmale um 5 % bis 15 %. Bei den Edelstücken liege der Vorsprung immer noch bei 2 %. Doch hier ergebe sich bereits das erste Problem, unterstrich Huber. Wegen der extrem unterschiedlichen Magerfleischanteile bei kastrierten und unkastrierten Ebern könnten diese nicht mit derselben Schätzformel klassifiziert werden. Die unkastrierten Tiere würden dabei grob unterschätzt, kritisierte Huber. Der gespaltene Markt fange also schon vor der Waage an. Der sehr dünne Speck der Eber könnte wiederum zu einem Versorgungsengpass in diesem Segment führen.
Separate Vermarktung notwendig?
Mit Blick auf die Ferkelproduktion und Schweinemast warf Huber die Frage auf, was passieren würde, wenn es zu einem zweigeteilten Markt komme, auf dem männliche und weibliche Tiere separat vermarktet würden. Für ihn stellt sich dann auch die Frage, ob die Ställe doppelt so groß gebaut werden müssten, um noch die gleiche Gruppengröße vermarkten zu können. Eine andere Möglichkeit sei, dass es in Zukunft spezialisierte Mastbetriebe für Eber gebe.





