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09.03.2010 -  

Franzosen treiben EU-Milcherzeugerpreis nach oben

Gestützt durch eine steile Aufwärtsbewegung in Frankreich haben die Milcherzeugerpreise großer Molkereien in der EU zum Jahresanfang im Mittel zugelegt. 

Der vom niederländischen Bauernverband (LTO) auf Basis der Auszahlungspreise von 15 größeren Molkereien ermittelte Durchschnittspreis nord- und mitteleuropäischer Milchverarbeiter stieg im Januar 2010 gegenüber dem Vormonat um 0,76 Cent auf 28,51 Cent/kg. Das Vorjahresniveau wurde damit aber um 1,08 Cent verfehlt. Berechnungsgrundlage sind ein Fettgehalt von 4,2 % und ein Eiweißanteil von 3,4 %. 

Ausschlaggebend für die weitere saisonale Erholung war ausschließlich die Entwicklung in Frankreich, wo die erfassten Molkereien die Preise sprunghaft um rund 5 Cent/kg anhoben und damit die Marke von 32 Cent erreichten beziehungsweise übersprangen. Dies galt für Sodiaal ebenso wie für die Lieferanten von Danone, Lactalis und Bongrain in Nordfrankreich. Aufgrund der Wirkungsweise einer branchenübergreifenden Milchpreisempfehlung der französischen Milchbranche kommen dort die Marktentwicklungen erst mit mehrmonatiger Verzögerung beim Erzeuger an. Als die Preise in Deutschland im Spätherbst schon wieder stiegen, ging es in Frankreich noch kräftig bergab, nun startet der Aufschwung verspätet - offenbar aber ungleich kräftiger. 

Im Krisenjahr 2009 schnitten die erfassten französischen Milchverarbeiter laut dem LTO-Milchpreisvergleich in der Auszahlungsleistung um mehr als 2 Cent besser ab als der europäische Durchschnitt. Die Lieferanten fast aller vom LTO erfassten nicht-französischen Milchverarbeiter mussten sich im Januar 2010 gegenüber dem Vormonat mit konstanten beziehungsweise sinkenden Erlösen zufriedengeben. So verharrten die Auszahlungspreise bei Humana und Nordmilch auf Basis eines Fettgehaltes von 4,2 % jeweils bei 26,84 Cent/kg. Alois Müller zahlte unverändert 27,10 Cent/kg. In ähnlicher Größenordnung bewegte sich das Erlösniveau der dänischen Lieferanten von Arla. Hingegen mussten die Milchbauern bei der niederländischen FrieslandCampina deutliche Erlöseinbußen von 3,75 Cent gegenüber dem Vormonat hinnehmen. Sie erhielten im Januar 28,15 Cent/kg auf Basis von 4,2 % Fett. Weiterhin die schwächsten Preise im LTO-Vergleich zahlten aus Erzeugersicht die irischen Molkereien Kerry und Glanbia sowie in Großbritannien First Milk.


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