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06.09.2010 -  

Westlicher Maiswurzelbohrer breitet sich aus

Bild - Westlicher Maiswurzelbohrer breitet sich aus

Der Westliche Maiswurzelbohrer breitet sich in Deutschland weiter aus. 

Nach dem Auftreten in Bayern und
Baden-Württemberg wurde der Käfer Mitte August erstmals auch in Nordrhein-Westfalen gefangen. In den darauf folgenden Tagen wurden das Monitoring laut Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) im Umkreis dieser Fundstelle intensiviert und weitere Käfer wurden gefunden. Die drei Fundorte, die sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander befinden, liegen zwischen dem Flughafen Köln-Bonn, dem Rhein und einer Autobahn. Zudem befindet sich ein Logistikzentrum in der Nähe, so dass hier dem DMK zufolge vorerst von einer punktuellen Einschleppung ausgegangen werden kann. Am 25. August wurde in einer Falle des Pflanzenschutzdienstes auf einem Maisacker in Straelen-Herongen ebenfalls ein Maiswurzelbohrer gefunden. Da die Fläche in unmittelbarer Nähe zur holländischen Grenze liegt, wurden auch die niederländischen Behörden in die Bekämpfung eingebunden. Wie das DMK mitteilte, wurden in Baden-Württemberg in diesem Jahr bisher 235 Käfer gefunden. Betroffen sind hier der Ortenaukreis mit 58 Käfern, der Kreis Emmendingen mit 99 Funden, Lörrach mit 20 und erstmals auch der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 58 Schädlingen. In Bayern sind seit Anfang Januar 70 Käfer in die Fallen gegangen. Nahezu alle bayerischen Fundorte liegen in unmittelbarer Nähe zu Hauptverkehrsstraßen. Demnach dürfte es sich laut Maiskomitee allem Anschein nach um Verschleppungen durch den Verkehr handeln. Das DMK bietet auf seiner Homepage unter www.maiskomitee.de eine aktuelle Auflistung der genauen Fundorte des Maiswurzelbohrers und die Anzahl der gefundenen Käfer an. Diese Karten und Tabellen werden bei jedem neuen Fund aktualisiert. Seit 2007, als der Quarantäneschädling erstmals in Deutschland erkannt wurde, dokumentiert das DMK die entsprechenden Fundorte.
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