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03.01.2012 -  

Tierhaltung bäuerlich und mittelständisch geprägt

Gegen überzogene Darstellungen der heimischen Tierhaltung hat sich der Deutsche Bauernverband (DBV) gewandt. 

Im Vergleich mit anderen tierhaltungsstarken Ländern in der EU und in Übersee sei die Betriebsstruktur in der deutschen Tierhaltung nach wie vor bäuerlich und mittelständisch geprägt, erklärte der DBV vergangene Woche in Berlin. Verbandspräsident Gerd Sonnleitner hatte im Zusammenhang mit Großstallanlagen unlängst von regionalen Einzelfällen gesprochen, die jedoch keineswegs repräsentativ seien. Auswüchsen müsse vorrangig mit einer konsequenten Anwendung des Umweltrechts begegnet werden, so Sonnleitner. Der DBV unterstrich nun zugleich die Vorreiterrolle der tierhaltenden Betriebe im Tier- und Arbeitsschutz. Die Stallbauinvestitionen der letzten Jahre hätten in diesen Bereichen erhebliche Fortschritte gebracht. Insgesamt sei der Strukturwandel in der Tierhaltung mit umfassenden Investitionen und einer Aufstockung der Tierbestände in den verbleibenden Betrieben einhergegangen. Bei der Rinderhaltung beträgt der Anteil der Betriebe mit mehr als 100 Tieren nach DBV-Angaben gegenwärtig rund 27 %. Zwei Drittel der in Deutschland erzeugten Milch stammen mittlerweile aus Betrieben mit 50 und mehr Kühen. 64 % aller hierzulande gehaltenen Schweine entfallen auf Bestände mit mehr als 1 000 Tieren.

 

Zahl der tierhaltenden Betrieb massiv zurückgegangen

Der Bauernverband verwies unter Berufung die Ergebnisse der letzten Landwirtschaftszählung auf einen gravierenden Rückgang der Anzahl der tierhaltenden Betriebe in Deutschland. Allein von 2007 bis 2010 hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 22 300 Höfe oder gut 9 % die Tierhaltung aufgegeben. Gleichzeitig hielten 2010 aber immer noch 216 100 von 301 000 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland Nutztiere. Damit sei der deutsche Agrarstandort nach wie vor stark auf die Tierhaltung ausgerichtet, stellte der DBV fest. Den stärksten Rückgang unter den tierhaltenden Betrieben erlebten die schweinehaltenden Betriebe. Zwischen 2007 und 2010 stiegen 14 200 Schweinehalter aus der Veredlung aus. Das waren 19 % aller schweinehaltenden Betriebe.
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