Milch

Höher, schneller, weiter – Entwicklungsstrategien unserer Molkereien

Die Tagung findet statt auf dem Messegelände Berlin,
Halle 7.3, Saal Berlin 2.

Für die Teilnahme am Fachforum Milch des DBV im Rahmen
der Internationalen Grünen Woche 2015 wird keine
Gebühr erhoben. Aus organisatorischen Gründen bitten
wir um Anmeldung unter folgendem Link:
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bauernverband.de/igw-fachforum-milch-2015

Leitet Herunterladen der Datei einFlyer zum DBV-Fachforum Milch

 

Positionspapier zur Milch

Thesenpapier des Bauernverbandes Schleswig-Holstein

„Perspektiven für die Milcherzeugung in Schleswig-Holstein“

In Schleswig-Holstein werden derzeit ca. 2,5 Milliarden Kg Milch jährlich produziert. Die Jahresproduktionsmenge in Schleswig-Holstein steigt langsam aber kontinuierlich auch als Folge der europaweit einsetzenden Verlagerung der Milchproduktion an die Gründlandstandorte. Diese Entwicklung ist durch den Wechsel in der Agrarpolitik weg von einer gesicherten Marktordnung hin zum Markt gekennzeichnet. Während europaweit die Milchproduktion stagniert ist die Entwicklung in den einzelnen Regionen ganz unterschiedlich. Schleswig-Holstein mit seinen natürlichen und strukturellen Standortvorteilen profitiert von der Marktöffnung und baut die Milchproduktion aus.

Die hiesige Milchproduktion ist durch leistungsfähige Familienbetriebe gekennzeichnet, die günstige Kostenstrukturen aufweisen, wobei die Effektivität eines Betriebes nicht unbedingt von der Größe abhängig ist. Die gute fachliche Ausbildung der Betriebsleiter ist ebenfalls eine wesentliche Voraussetzung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Bauernverband sowie der Administration der Wirtschaft und der Wissenschaft sind weitere Argumente für den Milchstandort Schleswig-Holstein.

Wir können daher selbstbewusst in die Zukunft blicken. Damit Schleswig-Holstein auch künftig für die Milchproduktion ein attraktiver und vorteilhafter Standort bleibt, wollen und werden wir weiter aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen mitwirken. Im Mittelpunkt aller Überlegungen und Aktivitäten steht dabei der unternehmerisch geführte Familienbetrieb. Vor dieser Hinsicht hat der Bauernverband Schleswig-Holstein folgende berufsständische Positionierung vorgenommen:

1. Markt: Für den wirtschaftlichen Erfolg der Milchviehhalter ist in erster Linie der Markt verantwortlich, nicht mehr die Politik.

2. Agrarpolitik: Verantwortungsvolle Agrarpolitik gibt den Rahmen vor, bietet eine Grundsicherung und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit; im Markt muss sie sich zurückhalten.

3. Meiereien: Um sich am Markt behaupten zu können müssen Meiereien eine strategische Zukunftsplanung vornehmen.

4. Verhältnis Meiereigenossenschaft/Mitglied: Die uneingeschränkte Andienungs- und Abnahmeverpflichtung in den Satzungen der Meiereigenossenschaften muss auch zukünftig das Verhältnis Milcherzeuger/Meierei prägen.

5. Milcherzeuger: Der Milcherzeuger muss seine unternehmerischen Qualitäten ausbauen und eine strategische Betriebsausrichtung vornehmen; denn Milcherzeuger sein, heißt Unternehmer sein.

6. Futtermittel: Die Milcherzeuger müssen die Entscheidungsfreiheit haben, ob sie mit GVO-freien Futtermitteln Milch produzieren wollen oder nicht. Diskriminierung oder Polarisierung sind unverantwortlich.

7. CO2 foot print: Die Klima- und Treibhausgasproblematik ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Die Milchwirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zur Lösung des Problems zu leisten. Angesicht steigender Weltbevölkerung ist aber die Forderung nach einer Produktionsreduzierung unrealistisch und lenkt von den globalen Problemen ab.

 

Startet das Herunterladen der DateiVollständiges Thesenpapier