Interessenvertretung

Bauernverband: Sprachrohr der Landwirte

Seit seiner Gründung am 12. Februar 1947 in Rendsburg ist der Bauernverband die Interessenvertretung von Landwirtschaft und Ländlichem Raum in Schleswig-Holstein. Ziel war es von Anfang an, mit einem einheitlichen, parteipolitisch unabhängigen Verband Politik für den wirtschaftenden Betrieb zu machen.

 

Bauern brauchen eine Interessenvertretung

Wer seine Interessen nicht selbst vertritt, der wird nicht vertreten! Ohne einen eigenen Interessenverband wäre die deutsche Landwirtschaft im politischen Alltagsgeschäft "sprachlos".
 
Aufgabe des Verbandes ist es, landwirtschaftliche Anliegen auf allen Ebenen, einzubringen und durchzusetzen. Nicht nur in der Agrarpolitik, sondern auch in der Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Umweltpolitik vertritt der Verband die Interessen seiner Mitglieder mit Nachdruck. Er erhebt die Stimme der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes gegenüber Politik, Verwaltung und anderen Institutionen. Bei vielen Gesetzgebungsverfahren und anderen öffentlichen Verfahren, beispielsweise im Naturschutz oder bei Planungsverfahren im Straßenbau vertritt der Bauernverband die Interessen seiner Mitglieder.

Klappern gehört zum Geschäft. Die Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterÖffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit ist ein wichtiges Instrument zur Information der Bevölkerung. Dazu gehören auch Aktionen auf einzelbetrieblicher Ebene, zum Beispiel die Tage des offenen Hofes. Ebenso nutzt der Verband Demonstrationen als legitimes demokratisches Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele.

 

Betreuung und Dienstleistung

Neben der agrarpolitischen Interessenvertretung versteht sich der Verband als Dienstleister für seine Mitglieder.
Der Verband ist heute auch ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit einem umfassenden Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBeratungsangebot und attraktiven Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSachleistungen vom PKW-Rabatt bis zum Bauernstrom.

 

Der Bauernverband steht für:

  • einen "zukunftsorientierten" bäuerlichen Familienbetrieb in seinen unterschiedlichen Ausprägungen.
  • ein angemessenes Einkommen für die Landwirtschaft.
  • die Erzeugung von Nahrungsmitteln höchster Qualität bei einer offenen und nachvollziehbaren Produktion.
  • eine sinnvolle Bodennutzung im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.
  • die Pflege der Kulturlandschaft und die Schonung der Natur.
  • Der Verband bleibt ein verlässlicher Partner der Landwirte.

Landwirtschaft ist anders

Wer versucht, unsere Landwirtschaft in Kategorien des Gewerbes oder der Industrie zu fassen, geht in die Irre. Landwirtschaft arbeitet völlig anders. Nur wer das versteht, kann den Wert dieser Jahrhunderte alten Wirtschafts- und Lebensbereiche in der Tiefe begreifen und schätzen lernen. Was unterscheidet unsere Landwirtschaft?

  • Die Arbeitsabläufe werden von der Natur vorgegeben. Biologische und klimatische Änderungen im jahreszeitlichen Rhythmus erfordern eine hohe Flexibilität, eine Vielfalt der Arbeitsabläufe und ein umfangreiches Fachwissen.
  • Der Landwirt bringt die Arbeit zum "Rohstoff" und nicht umgekehrt. Das ist einmalig in unserer Landwirtschaft. Der Arbeitsplatz des Landwirts ist der Acker. Dabei bewahren und pflegen Bauern die Landschaft.
  • Es gibt in keinem Wirtschaftsbereich so viele selbständige Unternehmen wie in der Landwirtschaft. Der hohe Eigenkapitalanteil an Grund und Boden ist dabei ein unverzichtbarer und stabilisierender Faktor für unsere Betriebe und den ländlichen Raum.
  • Landwirte wirtschaften auf ihren Äckern und Wiesen vor den Augen der Öffentlichkeit. 80% der Schleswig-Holsteinischen Landesfläche - über eine Million Hektar - werden von Bauern, Waldbauern und Fischern gepflegt und bewirtschaftet. Dazu gehören 45.000 km Knicks und 22.000 km Wasserläufe.
  • Sie sind sich ihrer Verantwortung für die Ernährungssicherheit bewusst.
  • Nur die Landwirtschaft hat bisher eine vollständige EU-Integration erfahren. Wir machen die Erfahrungen, die anderen helfen.
  • Ohne Landwirtschaft als Basis wäre eine starke Ernährungsindustrie nicht denkbar.